Seit zwanzig Jahren gibt es den Geschinersee, und 2016 begann das Projekt zur Renaturierung des östlichen Teils des Sees. Entstanden ist ein Biotop und Kleinod. Wie Karolin Wirthner, Gemeinderätin, ausführte, ist manches gelungen und manches soll noch optimiert werden. An zahlreichen Sitzungen mit Ornithologen, Fischern, Landwirten, Pro Natura, Planungsbüro, dem Kanton und der Gemeinde seien Lösungen zur Zufriedenheit aller angestrebt worden. Kompromisse mussten auf allen Seiten eingegangen werden.
Bei einem Augenschein vor Ort konnten wir uns von den verschiedenen Sichtweisen ein Bild machen. Stefan Walther, Grafschaft, gab uns einen Überblick auf die bereits getätigten Arbeiten und wie sich die Anlage aus Sicht der Projektleitung entwickeln soll. Urs Marti, Biologe, Solothurn und Geschinen, verfolgt das Projekt auf privater Basis seit langen Jahren und machte uns auf verschiedenste Vorkommnisse aus Fauna und Flora, aber auch auf die Problematik beim Zusammentreffen von Mensch und Natur aufmerksam.
Nach dem Rundgang um den See kehrten wir ins Restaurant Mühle zu einem feinen Imbiss ein.
GV 2020
Auf die reguläre GV im April dieses Jahres mussten wir coronabedingt verzichten. Um die statutengemäss vorgeschriebenen Traktanden der Mitgliederversammlung trotzdem noch vorlegen zu können, haben wir die diesjährige GV in verkürzter Form vor dem Herbstausflug angesetzt und durchgeführt.
Herbstausflug 2020
Erste Kontakte mit der Genossenschaft "Grafschaft Kultur" fanden im Juni anlässlich der Treffen der am Projekt "Sammlung Albert Diezig" beteiligten Gommer Vereine statt. Wir gehören derselben Gemeinde an und kennen unser Kulturschaffen mehrheitlich doch nur aus der Ferne. Grund genug, uns vor Ort ein Bild zu machen.
Erster Treffpunkt war auf dem Ritzingerfeld. Nach der Besichtigung der schönsten Wallfahrtskapelle des Bezirks (Baujahr 1687) spazierten wir weiter zum Dorfplatz von Biel. Nun folgten wir dem Werdegang des Roggenkorns vom Anbau, über die Reinigung, der Lagerung und dessen Weiterverarbeitung in der 2013 restaurierten Stockmühle. Und nun wissen wir auch, dass die Grafschafter demnächst ihren eigenen Whisky - den Gommer Grafen Whisky - trinken können.
Im Kulturraum im Parterre des Pfarrhauses gibt es auf kleinem Raum viel zu bestaunen: vom Freiheitsbrief aus dem Jahr 1277 über Funde aus der Keltenzeit, Kreuzigungsgruppe von Johann Ritz uvm. Abgerundet wird die Ausstellung mit einer Sonderschau zur Wolle - und Flachsverarbeitung.
Nach dem kulturellen Teil wurden wir in der Grafenstube vom einheimischen Verein kochender Männer mit einer feinen Spaghettata à discrétion und zuvorkommendem Service verwöhnt.
